Zentralbanken kaufen seit einiger Zeit Gold im großen Stil. Seit Kurzem ist Gold als neues Tier1-Asset auch für Geschäftsbanken interessant. Nun scheinen auch institutionelle und private Investoren wach zu werden, nachdem Morgan Stanley, immerhin die achtgrößte Bank der Welt, eine Lanze für Gold gebrochen hat. Und der Goldpreis bricht aus, liegt erstmals über 4.000 US-Dollar und steigt weiter.
Neue 60:20:20-Regel
So hat Morgan Stanley kürzlich offiziell eine Änderung ihres klassischen Anlageportfolios von einer 60:40-Verteilung (Aktien zu Anleihen) auf eine neue Struktur von 60:20:20 vorgenommen, wobei nun 20 Prozent des Kapitals in Gold angelegt werden sollen. Die Begründung leuchtet ein: Regierungsanleihen, vor allem US-Bonds, verlieren durch die steigende Staatsverschuldung zunehmend ihre Funktion als Stabilitätsanker und Krisenschutz. Gold wird daher nun als „antifragiles“ Asset bewertet, das bei Inflation und geopolitischer Unsicherheit beständig bleibt und daher als ideale Ergänzung gilt.
Diese Empfehlung gilt als Paradigmenwechsel an der mächtigen Wall Street, da Morgan Stanley damit die jahrzehntelang dominierende 60/40-Regel der Portfolioallokation grundlegend infrage stellt und einen Fokus auf physisches Gold als Inflationsschutz legt. Damit können massive Kapitalströme in den Goldmarkt ausgelöst werden, sofern institutionelle Investoren dieser Strategie folgen.





