Künstliche Intelligenz wird derzeit als die Killer-Technologie gehandelt, die zu ungeahnten Produktivitätsschüben und leider auch zu Massenarbeitslosigkeit führen soll. Die Realität in der Praxis sieht jedoch noch anders aus. Das KI-Märchen stützt eher die gewaltige Tech-Blase an den Börsen.
Ohne das klassische menschliche Erfahrungswissen werden KI‑gestützte Systeme derzeit schnell zu Qualitäts- und Kostenrisiken. Wie lange das noch so anhält, wird die Zeit zeigen.
KI im Realitätscheck
In einem Handelsblattbeitrag hat KI-Experte Ralf Otte kürzlich erläutert, dass KI den Menschen nicht flächendeckend, sondern vor allem in standardisierten und stark datengetriebenen Aufgaben ersetzt. Hier eine Zusammenfassung:
- In vielen Berufen bleiben analoge, körperliche oder handwerkliche Tätigkeiten zentral. Hier stößt KI an klare Grenzen.
- In Dienstleistungen mit hoher Beziehungs‑ und Vertrauensintensität (z. B. Beratung, Pflege, Bildung) ist menschliche Präsenz unverzichtbar.
- KI benötigt große Datenmengen. Bei seltenen Fällen, Einzelfällen und Ursachenanalysen bleibt daher die menschliche Urteilskraft überlegen.
- Etwa die Hälfte aller KI‑Projekte in Unternehmen scheitert laut Autor an den unrealistischen Erwartungen und einer falschen Implementierung.





