Bei unserem Netzwerknachmittag am 18.3.2026 bei HLB Schumacher in Münster gab Paul Heinrich Fallenberg, Partner bei HLB Schumacher, im zweiten Teil einen Überblick über rechtliche Aspekte der Vermögenssicherung. Hier eine Zusammenfassung.
Asset Protection bezeichnet die rechtlich zulässige und wirtschaftlich sinnvolle Strukturierung von Vermögen, um private und unternehmerische Risiken zu begrenzen, Haftung zu trennen und die Substanz langfristig zu sichern. In Deutschland ist Vermögensschutz jedoch nur dort wirksam, wo er auf realen wirtschaftlichen Verhältnissen beruht, rechtzeitig umgesetzt wird und zwingendes Recht beachtet.
Prominente Fälle wie René Benko, Boris Becker, Uli Hoeneß und Thomas Middelhoff zeigen, dass komplexe Konstruktionen, unklare Vermögenstrennungen oder unvollständige Dokumentation nicht vor straf-, insolvenz- oder steuerrechtlichen Folgen schützen. Diese Fälle sind deshalb weniger als Vorbild denn als Warnung vor Gestaltungen zu verstehen, die an der rechtlichen oder wirtschaftlichen Realität vorbeigehen.
Grundprinzipien und Risiken
Ein tragfähiges Vermögensschutzkonzept folgt dem Grundsatz "Substanz statt Schein". Scheinregelungen, bloße Strohmannmodelle oder Konstruktionen ohne echte wirtschaftliche Trennung sind anfällig für Anfechtung, steuerliche Korrekturen und haftungsrechtliche Durchgriffe.





