Der weltweite Datencenter-Boom im Rahmen des KI-Narrativs erreicht atemberaubende Ausmaße. Weltweit sollen fast drei Billionen Euro investiert werden. Kein Mensch weiß genau wofür. Jetzt beginnen Projekte wie das Oracle-Projekt „Jupiter“ mit hoher Fremdfinanzierung zu wackeln. Hier ein aktueller Überblick.
Projekt Jupiter
Rund 18 Mrd. US-Dollar (USD) wollte Oracle in Doña Ana County, New Mexico, für ein Datencenter mit über 1.400 Hektar und 2,45 Gigawatt (GW) verbauen. Jetzt zieht Oracle die Notbremse. Der Konzern hat dem Entwickler, einer Zweckgesellschaft von Blue Owl Capital, „Force Majeure“ angezeigt und will die Mietzahlungen aussetzen, falls die Anlage nicht wie geplant 2028 ans Netz geht. Der Grund sind Proteste, Klagen und verweigerte Leitungsrechte für eine Gaspipeline.
Die Folgen sind deutlich: Santander, Jefferies und BNP Paribas sitzen auf einem 18-Milliarden-Konsortialkredit, der am Sekundärmarkt nur noch zu 89 bis 91 Cent je Dollar gehandelt wird. Für Infrastrukturkredite ist das außergewöhnlich. Die Oracle-Aktie gab daher zeitweise mehr als 5 Prozent nach, Blue Owl 4,4 Prozent und Bloom Energy 7 Prozent.





